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Trauma

Trauma

Was ist Trauma?

Heftige Auslöser wie Unfälle, Kriegserlebnisse oder plötzliche Verlusterfahrungen verstehen viele als Trauma. Doch auch körperliche und seelische Misshandlungen oder emotionale Vernachlässigung wirken traumatisierend, ganz besonders wenn diese regelmäßig und in einem frühen Alter stattfanden.

Trauma bedeutet Verletzung, oder eine starke Erschütterung, die, obwohl sie in der Vergangenheit stattfand, noch bis in die Gegenwart hinein wirkt. Trauma kennt keine Zeit. Sowohl beim körperlichen als auch beim psychischen Trauma macht die Tatsache, dass Zeit vergangen ist seit dem Vorfall, noch lange keine Heilung aus.

Körperliches Trauma vs. psychisches Trauma

Der Begriff Psychotrauma beschreibt eine seelische Verletzung. Die Psyche ist definiert als Gesamtheit des menschlichen Erlebens: Fühlen (emotional), Empfinden (körperlich) und Denken (kognitiv).

Körper und Psyche sind nicht getrennt. Diese künstliche Trennung ist bereits eine Traumafolge. Unser Gesundheitssystem fördert den Eindruck der Getrenntheit dadurch, dass es verschiedene Ärzte gibt für unterschiedliche Körperbereiche: Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Internisten, Urologen etc.

Unser Körper ist ein Wunderwerk, der alles tut, um uns zu schützen

Unser Körper erinnert sich an alle Einzelheiten, die wir jemals erlebt haben. Er bildet das sogenannte Unterbewusstsein.

Wird ein Erlebnis überwältigend, gerät unser Organismus in Übererregung. Wir erleben dann Todesangst, fühlen uns hilflos und ohnmächtig. Unser Körper zieht alle Register, um unser Überleben in dieser Not zu sichern.

Krankheit als Lösung für eine nicht aushaltbare Situation

Wird ein überwältigendes Erlebnis abgespalten (weil zu viel, zu schnell passiert ist), bleibt die Reaktion darauf im Körper als Not-Lösung auf dieses Ereignis vorhanden, ist jedoch typischerweise dem bewussten Gedächtnis nicht mehr zugänglich. Durch Nachdenken kommt man an diese Erinnerungen nicht mehr heran. Erst wenn man dem Körper wieder ein Gefühl von tiefer Sicherheit vermitteln kann, dass er sich aus dieser Spannung wieder langsam herunterregulieren kann, dann besteht die Möglichkeit, dass er diese feststeckenden Problemlösungen loslassen kann.

Unser Körper erzählt uns anhand unserer Symptome, was uns geschehen ist.

Mit dem Erforschen des eigenen Anliegens (das gewünschte Veränderungsziel) findet eine Selbstbegegnung statt.

Prof. Dr. Franz Ruppert ursprünglich ausgebildet in der klassischen Familienaufstellung hat eine eigene Theorie und Methode entwickelt. Er nennt sie die Identitätsorientierte Psychotraumatheorie – und Therapie.
In dieser Selbstbegegnung mit den methodischen Mitteln einer Aufstellung können sich innere psychische Strukturen und zwischenmenschliche Konflikte durch die aufgestellten Personen zeigen.

IoPT- Selbstbegegnung nach Prof.Dr. Franz Ruppert

Die Selbstbegegnung mit Hilfe des Anliegensatzes ist eine psychotherapeutische Methode. Die „aufstellende“ Person formuliert ihren Anliegensatz, der eine Frage, einen Wunsch oder ein Ziel benennt. Dieser Satz wird aufgeschrieben und für die einzelnen Wörter werden Personen ausgesucht, die dafür stehen und in Resonanz gehen.

Häufig liegen psychischen Konflikten, die Menschen das Leben erschweren, traumatische Erfahrungen zugrunde. Diese werden von den Eltern über den Weg der Bindung unbewusst an die Kinder weitergegeben. Daraus ergeben sich Verstrickungen. Diese Verstrickungen können sich im Bindungsverhalten zeigen und über Generationen wirken. So ist es möglich, dass psychische Erkrankungen in z.B. den Traumatisierungen der Eltern ihre Wurzeln haben.

Psychische Spaltungen als Trauma-Notfallreaktion

Kämpfen oder Fluchtergreifen sind die ersten spontan und unwillkürlich ablaufenden Reaktionen auf eine lebensgefährliche Situation. Ist beides in der Situation nicht möglich, kommt es zu dem sogenannten Totstellreflex, dh. einer körperlichen und psychischen Erstarrung. In diesem Zustand sind alle Gefühle wie betäubt und selbst schwere Verletzungen werden nicht mehr gespürt. Durch die Erstarrung wirkt der Mensch für Außenstehende ganz ruhig und gefasst, in seinem Nervensystem aber kreisen noch die für Kampf und Flucht mobilisierten Energien. Können diese starken Energien nach der Traumasituation nicht abgeleitet werden, bleibt der Mensch seelisch und körperlich wie eingefroren und seine Psyche spaltet sich auf. Bei diesem innerseelischen Vorgang werden die überwältigenden Erlebnisse wie Hilflosigkeit, Todesangst, Ohnmacht, Verzweiflung usw. aus dem gefühlten Bewusstsein abgespalten. Die psychische Spaltung ist ein unbewusster Schutzmechanismus der Psyche, um das Überleben des Menschen zu sichern. Die Gefühle des Traumaerlebnisses werden fragmentiert d.h. innerpsychisch auseinandergerissen und in einen Traumaanteil, einen Überlebensanteil und einen verbleibenden gesunden Anteile aufgespaltet. In der Psyche leben nach dem Trauma dann drei verschiedene Ich-Anteile weiter, die aber untereinander keinen Kontakt haben. Anteile die so getrennt im Unbewussten aufbewahrt werden, entwickeln ein Eigenleben und können abwechselnd die Führung in der Psyche des Menschen übernehmen.

Die Anliegenmethode

In Kontakt zu kommen mit unbewussten, verdrängten seelischen Verletzungen kann eine Integration ermöglichen.

Die identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) nach Prof. Dr. Franz Ruppert ermöglicht, tief in das eigene Innere zu sehen. Wer sich dieser Methode anvertaut, kommt im eigenen Tempo mit verdrängten oder unbewussten Ereignissen und Gefühlen wieder in Kontakt. Ein Wiedererleben des ursprünglichen Traumas ist nicht erforderlich und auch gar nicht gewünscht.

Unterschied Anliegenmethode zum Familienstellen

Nicht die Familie ist der Hauptbetrachtungsgegenstand, sondern es geht um die eigenen innerpsychischen Anteile.

Wobei kann die IOPT Anliegenmethode unterstützen?

Traumafolgestörungen können sich auf verschiedenste Arten zeigen, je nach Art des Traumas, als:

  • Ängste
  • Depressionen
  • Permanente Erschöpfung
  • Essstörungen
  • Süchte
  • Krankheit (Krebs, Asthma, Migräne, ständige Schmerzen, usw.)
  • Tinnitus
  • Nicht-Fühlen des eigenen Körpers oder sich außerhalb des eigenen Körpers fühlen
  • Beziehungsprobleme
  • Unangenehme Gefühle wie
    • Einsamkeit
    • Vereinnahmt werden
    • Ständiges überfordert sein
    • alles wie durch eine Glasscheibe wahrzunehmen
    • Aggressionen, die nicht bewusst zugeordnet werden können
  • Selbstmordgedanken

Mein Angebot

In einer Einzelbegleitung biete ich dir den Raum und die Unterstützung, die du für deinen individuellen Heilungsprozess brauchst, und unterstütze dich mit meiner eigenen Erfahrung und meinem Wissen. Eine Selbstbegegnung dauert ca. zwischen 60 und 90 Minuten und kostet 90 Euro.

Im Moment biete ich nur Online Sitzungen an, via Zoom, Skype o. ä.

Terminvereinbarung

Ich biete Selbstbegegnungen jede Woche jeweils am samstags 13:00 Uhr und dienstags 19:00 Uhr.

Schreib mir gerne eine E-Mail, dann vereinbaren wir einen Termin.

Ich freue mich darauf, dich unterstützen zu dürfen!

Herzliche Grüße

Barbara

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