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Der ELISA ist ein Bluttest, mit dem festgestellt werden kann, ob sich im Blut Antikörper gegen Borrelien befinden.

Antikörper werden vom Immunsystem hergestellt zur Abwehr von Erregern. Für jeden Erreger gibt es eine eigene Art von Antikörper. Antikörper gegen Borrelien bildet der Körper nur, wenn man irgendwann in seinem Leben Borrelien hatte oder noch hat. Einmal produziert, bleiben sie ein Leben lang im Blut, für den Fall, dass der Erreger wiederkehrt.

 

ELISA steht für …

Enzyme-linked Immunosorbent Assay, zu deutsch Enzymgebundener Immunosorbens Assay.

Ich erklär mal die Begriffe:

Enzyme verstärken die Wirkung von chemischen Prozessen. Sie regeln den Stoffwechsel im Körper.

Stoffwechsel findet in den Zellen statt und bedeutet die Verwertung von lebenswichtigen (Nähr-)Stoffen.

Immuno : das Immunsystem betreffend

Sorbent : etwas absorbiert, nimmt auf

Assay : medizinischer Test

ELISA bedeutet also soviel wie „Test anhand Enzymen, die sich mit dem Immunsystem verbinden„.

 

So funktioniert der Test – stark vereinfacht

Man gibt die Blutprobe in ein kleines Gefäß, das Borrelien enthält. Wenn im Blut Antikörper gegen Borrelien vorhanden sind, dann gesellen sich diese zu den Borrelien, in der Absicht, sie unschädlich zu machen – das ist ihre Aufgabe.

Die auf Borrelien spezialisierten Antikörper binden sich nur an Borrelien-Proteine – falls diese vorhanden sind. An andere Erreger würden sie sich nicht binden.

Der Lösung wird noch ein ganz spezielles Enzym hinzugefügt, dieses hat die Fähigkeit, roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) in eine andere Farbe (blau) umwandeln. Das Enzym wird nur dann aktiv, wenn sich die Antikörper mit den Borrelien verbinden. In dem Fall verändert sich die Farbe der Flüssigkeit von rot zu blau.

Wenn die Probe rot bleibt, sind keine Borrelien vorhanden.

Wenn die Probe blau wird, sind Borrelien vorhanden.

Man kann mit diesem Test nicht feststellen, ob es eine derzeit aktive Infektion gibt. Es könnte ebenso sein, dass die Borrelien bereits vor Jahren den Körper verlassen haben und der Mensch mittlerweile wieder komplett gesund ist.

Der ELISA ist kein Test speziell für Borrelien. Er wird zur Feststellung von Virusinfektionen, Nahrungsmittelallergenen uvm. verwendet.

Als Borrelientest ist diese Methode nur zu 50% zuverlässig, da es viele verschiedene Borrelienstämme stimmt, die jeweils andere Antikörper erfordern. Wählt man die falschen Antikörper, dann stimmt der Test nicht. Zudem ähneln die Erregerproteine denen des Epstein-Barr-Virus, Syphilis und Herpes und können daher leicht verwechselt werden.

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