Natürlich sind Borrelien nicht ’nichts‘, das weiß jeder Mensch mit Borreliose und deren Angehörige. Die Folgeschäden einer Infektion verursachen Betroffenen viel Schmerz und Leid.

Ich habe mir Gedanken gemacht zu dem bekannten Spruch

„Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles“

des Mediziners Antoine Béchamp. Lässt er sich auf Borrelien anwenden?

 

WAS SIND MIKROBEN?

Mikroben sind winzig kleine Lebewesen, die außerhalb und innerhalb unseres Körpers vorhanden sind. Sie sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Nur mit einem Mikroskop kann man sie beobachten. Sie befinden sich im Wasser, in der Erde und in der Luft. Im menschlichen Körper tummeln sich Millionen dieser Mikroorganismen. Ohne ihre Unterstützung könnten wir nicht leben. Ebenso gibt es welche, deren Vorhandensein uns nicht gut tut, wie eben beispielsweise Borrelien.

 

 

Die Kernaussage bezieht sich auf den zweiten Teil des Spruches:

„Das Milieu ist alles“

 

MILIEU

Meiner Meinung nach das Wichtigste, das man verstanden haben muss, wenn man sich selbst um seine Gesundheit kümmern will: dass Krankheit nicht zufällig eintritt, sondern dort entsteht, wo das Milieu dafür gegeben ist.

Es ist wie mit Ameisen im Haus. Zumindest wenn man im Erdgeschoß wohnt. Knabberst du Kekse und lässt die Krümel auf den Boden fallen, werden bald die kleinen Späherameisen ihre Kollegen informieren, dass es bei dir was zu holen gibt und die ganze Truppe rückt an. So schnell wirst du die nicht mehr los. Sie sind gut organisiert und es liegt ihnen viel daran, ihre Nachkommen zu versorgen, so wie gute Eltern das machen.

Vielleicht hast du dann auch bald Mäuse. Würdest du die Nachbarskatze schimpfen, weil sie plötzlich in deinem Haus der Maus nachjagt und eine Vase umwirft? Vielleicht. Würdest du Familie, Freunde, Bekannte nach Tipps fragen, wie man wildgewordene Katzen loswird? Vermutlich würdest du die Wohnung sauber machen, damit die Mäuse wieder ausziehen, statt dich auf die Katze zu versteifen. Du weißt schon, so richtig Frühjahrsputz, wo man sogar den Kühlschrank vorrückt, um dahinter zu wischen.

So stelle ich mir das im menschlichen Körper vor. Ein Schädling kommt selten allein und irgendwann wird alles zuviel. Unser Organismus tut sein Möglichstes, um die Eindringlinge loszuwerden. Die Symptome, die dabei entstehen, sieht die Schulmedizin als Krankheit. Naturheilkundige verstehen sie als Reinigungsaktion und unterstützen diese.

Zurück zu Béchamp. Ich war neugierig, was ihn zu seiner Aussage bewegt hatte:

 

DIE ENTDECKUNG DES PLEOMORPHISMUS

Pleomorphismus bedeutet Vielgestaltigkeit, Formveränderung.

 

 

Béchamp traute seinen Augen nicht. Ungläubig sah er vom Mikroskop auf, blinzelte und sah nochmal hinein. Und wieder konnte er dasselbe beobachten:

Eine Milzbrand-Bakterie (Bacillus anthracis) hatte sich vor seinen Augen in eine rote Blutzelle verwandelt.

Das konnte er als gelernter Mediziner nicht glauben. Unmöglich. Er wusste, eine Blutzelle ist Teil des menschlichen Körpers, eine Bakterie ein eigenständiges Lebenwesen. Wenn sich das eine in das andere verwandeln konnte, warf das eine Menge Fragen auf. Dennoch konnte er das Phänomen reproduzieren. Auch in umgekehrter Richtung:

Als Béchamp den ph-Wert des umgebenden Blutes veränderte, verwandelte sich das rote Blutkörperchen wieder in eine Bakterie.

Diese Gestaltveränderung aufgrund des Säuregehalts im Blut war eine bahnbrechende Entdeckung.

Plemorphismus beschreibt also konkret die Umwandlung von Mikroben von einer Form in eine andere, sobald anderes Futter verfügbar wird.

Der Mediziner erforschte diese Zusammenhänge viele Jahre lang.

Er kam zu folgenden Ergebnissen (da dies ein Borreliose Blog ist, bleibe ich der Einfachheit halber bei Bakterien. Dieselben Erkenntnisse beziehen sich jedoch auch auf Viren, Keime, Hefe und Schimmelpilze):

  • Bakterien kommen in der Regel nicht von außen, sondern entstehen in unserem Blut, wenn das Milieu übersäuert ist.
  • Ihre Intention ist es, bei der Wiederherstellung eines gesunden (basischen) Milieus mitzuhelfen
  • Bakterien sind nützlich. Sie sind nicht die Ursache, sondern Teil der Lösung eines Problems im Körper.
  • AUSNAHMEN: aggressive, mutierte, gezüchtete, genmanipulierte oder aus gänzlich anderen Milieus (Weltraum, ferne Kontinente) eingebrachte Mikrolebewesen.
  • Krankheit ist die Methode des Körpers, sich von schädlichen Säuren zu befreien.
  • Wenn keine Säuren vorhanden sind, können Bakterien nicht Überhand nehmen. Sie würden verhungern.
  • Sobald sie die Säuren neutralisiert haben, wandeln sich die Mikroben zurück in Mikrozyme (Mikrozyme erkläre ich weiter unten noch).
  • Der Heilungsprozess wäre sodann beendet, wenn nicht ständig neue Säuren im Körper einträfen, wie das heutzutage der Fall ist.
  • Übersäuerung ist die einzige Ursache für Krankheiten.
  • Wer den ph-Wert beeinflusst, kann wieder gesund werden.

Dieses Wissen scheint unglaublich, weil uns unser ganzes Leben lang die gegenteilige Theorie erzählt wurde: Louis Pasteurs Keimtheorie. Diese besagt, dass Bakterien von außen kommen und gefährlich sind. Durch Pasteur entstand auch die Praxis der Pasteurisierung, also das Abtöten von Keimen in Lebensmitteln durch Erhitzen.

Béchamps Entdeckungen werden noch spannender. Hol dir Popcorn und halt dich fest:

 

UNZERSTÖRBARES LEBEN

Noch etwas Aufsehenerregenes entdeckte Béchamp: kleine glitzernde Teilchen innerhalb lebender menschlichen Zellen.

Er nannte sie Mikrozyme („kleiner Gärstoff“). Sie sind die Grundbausteine einer Zelle. Wenn der Körper gesund ist, erzeugen Mikrozyme neues Zellgewebe. Krankes Gewebe bauen sie ab, indem sie es in seine Grundbausteine zerlegen.

Das Besondere an diesen Partikeln, die wie kleine Kraftwerke große Mengen Energie produzieren: Sie sind unzerstörbar.

War Béchamp hier auf das Leben selbst, in seiner kleinsten Form gestoßen?

 

DIE MIKROZYMEN-GANG

Mikrozyme schließen sich zusammen und werden je nach Umfeld zu (vielen verschiedenen Arten von) Bakterien, Viren oder Pilzen. Wie oben beschrieben sah Dr. Béchamp, wie Blutzellen sich in Viren verwandelten oder zu Bakterien, Bakterien zu Hefen und Hefen zu Schimmelpilzen wurden, und umgekehrt.

Aus sterbenden Zellen entwichen diese Mikrozyme.

Nun, da kann ja jeder kommen und so etwas erzählen, denkst du vielleicht? Sehen wir uns an, wer Antoine Béchamp war.

 

WER WAR ANTOINE BÉCHAMP?

Ein angesehener französischer Mediziner, Pharmazeut und Chemiker. Er lebte von 1816 – 1908 und studierte 20 Jahre lang das Verhalten menschlicher Zellen.

Von ihm stammt auch die Aussage

„Behandle den Patienten, nicht die Infektion“.

Béchamps Untersuchungen wurden von nachfolgenden Wissenschaftlern bis heute immer wieder bestätigt, ich liste hier nur einige auf:

 

GÜNTER ENDERLEIN

Der 1872 geborene Zoologe Günther Enderlein, nach dem seine Entdeckung, die Dunkelfeldmikroskopie nach Enderlein, benannt ist, forschte 40 Jahre seines Lebens und schrieb in dieser Zeit über 500 Arbeiten über Pleomorphismus. Sein fast 400 Seiten langes Werk, die „Bakterien-Cyclogenie“ beschreibt die vielen Wandlungsphasen von Mikroorganismen im Detail, ebenso wie ihre Fortpflanzung und Beziehungen zueinander. Das Buch wurde zum Standardwerk zu diesem Thema.

Cyclogenie bedeutet soviel wie die zyklische („Cyclos“ = Kreis) Veränderung der Gestalt von verwandten Mikrolebenwesen („Genos“ = selbe Herkunft).

 

JOSHUA LEDERBURG

Der Nobelpreisträger Joshua Lederburg war ebenfalls vom Prinzip des Pleomorphismus überzeugt.

 

R. B. PEARSON

Der Buchautor R. B. Pearson erzählt in seinem 1942 erschienenen Buch „The Dream and Lie of Louis Pasteur“ die Geschichte der Zeitgenossen Pasteuer und Béchamp. Wie so oft in der Geschichte der Medizin, waren scheinbar auch in diesem Fall wirtschaftliche Interessen wichtiger als die Wahrheit.

 

GASTON NASSENS

In den 50er Jahren entwickelte Gaston Nassens ein hochauflösendes Dunkelfeldmikroskop. Er nannte es Somatoskop. Damit konnte er lebendiges Blut 30000-fach vergrößert betrachten. Er fand dieselben Mikrozyme wie Béchamp und nannte sie Somatide. Er beschrieb sie ebenso als polymorph, also vielgestaltig (anderes Wort, selbe Bedeutung wie pleomorph. Die Vorsilbe’pleo‘ (viele) ist die Steigerungsform von ‚poly‘ (viel)).

 

DR. FRITZ ALBERT POPP

Der 1938 geborene deutsche Biophysiker und Buchautor Dr. Fritz-Albert Popp widmete ebenso viele Jahre seines Lebens diesen winzigen Energieträgern. Er nennt die auf Licht basierenden zellulären Informationssysteme „Biophotonen“ und erforscht sie seit den 70er Jahren. In allen lebenden Zellen fand er sie. Innerhalb ebenso wie außerhalb unseres Körpers. Sie strotzen vor Energie und steuern unsere Lebensvorgänge dadurch, dass sie Informationen von Zelle zu Zelle schicken.

Biophotonen befinden sich innerhalb und außerhalb unseres Körpers und kommunizieren miteinander

Nun, da wir diese Information haben, möchte ich zum Kerninhalt meines Artikels kommen:

 

SIND BORRELIEN UNSERE FREUNDE?

Fest steht: Je saurer und anaerober (sauerstoffarm) das Körpermilieu, desto wohler fühlen sich Borrelien darin. Daher ist es für einen Borrelieninfizierten besonders wichtig, ein basisches Milieu zu schaffen.

Für einen Borrelieninfizierten ist es wichtig, ein basisches Milieu zu schaffen

Laut Béchamp entstehen „Helfer“-Bakterien im Körper. Borrelien dringen bekannterweise von außen ein (z. B. durch Zecken- oder Mückenstich). Das erkennt man an der Wanderröte. Nicht jeder Borreliose-Erkrankte hat jedoch eine solche Wanderröte wahrgenommen.

Deshalb wären folgende Möglichkeiten denkbar:

Entweder

  1. Borrelien gehören zu den von Béchamp oben genannten Ausnahmen: „aggressive, mutierte, gezüchtete oder genmanipulierte“ Bakterien und sind aufgrund dessen gefährlicher als die ‚helfenden‘ Bakterien, die der Körper selbst produziert. Siehe dazu meinen Artikel zum Buch von Lab 257: The Disturbing Story of the Government’s Secret Germ Laboratory
    oder
  2. Borrelien suchen sich ihre Wirte gezielt aus, um dort zu helfen. Es wäre denkbar, dass sie deshalb Menschen mit saurem Blut bevorzugen. Dass sie wählerisch sind, kann man in meinem Artikel über Zeckenmagnete nachlesen.
    Ebenso sollen Borrelieninfektionen bei Menschen mit erhöhter elektromagnetischer Belastung häufiger auftreten als bei Menschen, die in einer strahlungsarmer Umgebung wohnen und arbeiten. Das würde bei mir als IT-Systemadministratorin schon mal zutreffen. Mit Sicherheit können die empfindsamen Insekten und Spinnentiere (Zecken) elektromagnetische Strahlung wahrnehmen. Ob sie tatsächlich darauf anspringen (im übertragenen und wörtlichen Sinn), das steht auf einem anderen Blatt.
    Bewiesenermaßen beeinflussen elektromagnetische Strahlen das Blut dahingehend, dass es zur Geldrollenbildung führt. Und siehe da, schon haben wir damit wieder einen sauerstoffarmen Bereich mit zäh fließendem Blut. Ob elektromagnetische Strahlung das Blut direkt sauer macht, ist mir nicht bekannt, aber anaerob ist bei Borrelien sicher schon mal beliebt. Darum halten sie sich z. B. gerne in Gelenken auf.
    oder
  3. Borrelien können sowohl im Körper entstehen (keine Wanderröte) als auch von außerhalb des Körpers kommen (Wanderröte).

Sollten nun Borrelien tatsächlich wie in Béchamp Beobachtungen von anderen Bakterien nicht nur eine Belastung darstellen, sondern in irgendeiner Weise eine Lösung für ein anderes Problem im Körper darstellen (das eine schließt ja das andere nicht aus), dann wäre es natürlich sehr hilfreich für die Gesundung, wenn wir dieses ursprüngliche Problem beheben. Noch wissen wir nicht, was genau das für Probleme sind, welche Schadstoffe Borrelien eventuell fressen. Aber wir können ganzheitlich ansetzen. Dann lösen wir früher oder später sowohl das „Verursacherproblem“ wie auch den Borrelienbefall. Eine nachhaltige Lösung muss sowieso ganzheitlich sein.

Wenn Borrelien vorhanden sind, müssen natürlich neben der Ursache auch die Folgen bereinigt werden, sprich:

Abgestorbene Borrelien und ihre toxischen Ausscheidungen regelmäßig ausleiten

Sprich, nicht nur die Krümel entfernen, damit die Mäuse das Haus verlassen, sondern auch die Mäuseknödel und tote Mäuse entsorgen.

Ein ganzheitlicher Ansatz meines Erachtens, um Borrelien (inkl. ihrer für uns schädlichen Ausscheidungen) loszuwerden:

  • Futter wegnehmen: basisches Milieu schaffen
  • Dafür sorgen, dass sie sich unwohl fühlen: Hitze, basisches Milieu, Knoblauch, Karde
  • Immunsystem stärken: gesunde Ernährung, Darmsanierung, Lebensstil, emotionale Gesundheit
  • Ausleiten: lebende und abgestorbene Borrelien und ihre Ausscheidungen

Wie ist deine Erfahrung? Lass mir gerne einen Kommentar da.

Schöne Grüße,

Barbara

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